Haus G

Niederösterreich

Diese Liegenschaft zeigt die in Ostösterreich übliche Struktur der Streckhöfe.
Die bestehende Gebäudesubstanz war zum Zeitpunkt des Kaufes in einem sehr schlechten Zustand. Um die klare Kubatur des Bestandes zu erhalten und trotzdem den neuen Wohnbedürfnissen gerecht zu werden, wurde im Bereich, wo die Originalfassade zur Gänze zerstört war, das Haupthaus mit einem länglichen Zubau ergänzt.

Durch die Situierung bekam der Wirtschaftshof des Grundstücks eine angenehme Skalierung eines „Wohnhofes“, welche durch die edle Holzoberfläche der Sperrholzfassade noch verstärkt wird und den Eindruck eines Möbelstückes im Hof vermittelt.

Generell wurden traditionelle Gestaltungsthemen konzeptuell übernommen und in eine neue Formensprache übersetzt, wie etwa der arkadierte Zugangsweg, welcher in Streckhöfen längs zum Wohngebäude durchaus üblich war. Die Arkadenstruktur bildet sich im Innenraum fort, sodass der neue Zubau innen wie außen sichtbar wird und ein Dialog zwischen Alt und Neu entsteht.

Gestaltung: Martina Küng Fürlinger, Hermann Fürlinger
Fotograf: Gerhard Abl